Ehrenschutz: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

KCTOS: Wissen, Kreativität und
Transformationen von Gesellschaften

Wien, 6. bis 9. Dezember 2007

<<< Transformation of personality oriented civil Society in the context of being and development of economy od service and post-industrial civilization

 

Das Vertrauen als innere Determinante der persönlichkeitsorientierten Zivilgesellschaft

Alexei Dvorianov (Augsburg / Deutschland) [BIO]

Email: alexei.dvorianov@googlemail.com

 


 

ABSTRACT:

Das Vertrauen ist eine bedeutsame soziale Ressource der persönlichkeitsorientierten Zivilgesellschaft, die zur Bildung komfortabler Bedingungen für die menschliche Lebenstätigkeit beiträgt. Die Fähigkeit, sich anzuvertrauen, wird als die Fähigkeit zur Selbstorganisation der Lebenstätigkeit der sozialen Subjekte betrachtet: der einzelnen Individuen, der Menschengruppen und - Gemeinschaften, der Gesellschaft insgesamt. Das Vertrauen selbst tritt als eine dissipative Struktur auf, die im Laufe der sozialen Selbstorganisation entsteht. Als „dissipativ“ werden die offenen nichtlinearen Strukturen bezeichnet, in denen die Prozesse des Verwischens, der Streuung der Ungleichartigkeiten vorwiegen. Man kann annehmen, dass nach einem solchen Prinzip in der Gesellschaft das Vertrauen funktioniert, das aus dem Streben der Menschen und der sozialen Gemeinschaften, den Mechanismus für die Senkung der Komplexität von dem menschlichen Zusammenwirken und der Kommunikation zu schaffen entsteht. Von diesem Standpunkt aus scheint das Vertrauen eine der emergenten Eigenschaften der sozialen Realität zu sein.

Den Sinn des Vertrauens kann man nicht in der Loslösung vom allgemeinen Kontext des sozialen Systems, im Rahmen dessen es funktioniert, verstehen. Man kann auch über verschiedene Niveaus des Vertrauens auf verschiedenen Stockwerken der Gesellschaft sprechen: zwischenmenschlich, korporativ und öffentlich. Im ersten Fall befriedigt das Vertrauen die individuellen Bedürfnisse und die Interessen, gewährleistend das psychologische und lebenswichtige Wohlergehen der einzelnen Persönlichkeiten bei der Wechselwirkung mit der Gesellschaft. Im zweiten Fall befriedigt das Vertrauen die korporativen Interessen, gewährleistend die Empfindung der Partnerschaft, das Gefühls der gegenseitigen professionellen und kollegialen Anerkennung, die Erhöhung gegenseitigen Verantwortung für die standfeste Lage der wirtschaftenden Korporationen auf dem Markt. Im dritten Fall befriedigt das Vertrauen das öffentliche Interesse, gewährleistend die Stabilität und die soziale Sicherheit in der Gesellschaft. Die Lebenstätigkeit unter den Bedingungen des Mangels des Vertrauens ist mit erhöhtem Stress verbunden. Das wirkt sich verderblich auf das soziale Befinden und das Verhalten aus. Insgesamt tritt das Vertrauen als das Mittel der Harmonisierung der Beziehungen des Menschen mit der umgebenden Welt auf.

 


Ehrenschutz: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

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Transformationen von Gesellschaften

Wien, 6. bis 9. Dezember 2007