Das Verbindende der Kulturen
SEKTION:
Wechselbeziehungen zwischen der jüdischen, der slawischen
und der deutschen Kultur
Leitung der Sektion/Anmeldung von Referaten bei:
Email: Maria
Klanska (Kraków/Krakau)
> ReferentInnen

ABSTRACT: Die jüdische Kultur entwickelte sich in Mitteleuropa
jahrhundertelang abgeschlossen von der nichtjüdischen Umgebung.
Dies änderte sich zum Teil in Deutschland noch im 18., in
Osteuropa seit im 19. Jahrhundert mit dem Beginn der Aufklärungsbewegung,
die erste Wechselwirkungen zwischen den Kulturen der Umgebung
und der jüdischen Minderheit ermöglichte. In Deutschland
führte dies zur Assimilierung/Akkulturierung der Juden. Aber
auch die Ostjuden lernten Deutsch und studierten die deutsche
Kultur. Zusätzlich wirkten auf die jüdische Bevölkerung
slawische Kulturen im Umfeld ein. Weiters war dieser Prozess ein
wechselseitiger - wir finden in den christlichen Kulturen mannigfaltige
jüdische Einflüsse. Auch sprachliche Beeinflussungen
waren wechselseitig. Es gibt sie im Jiddischen, aber ebenso im
Deutschen und in slawischen Sprachen. Die Sektion wird sich mit
diesen Wechselwirkungen in Literatur, Sprache, Musik, bildenden
Künsten usw. sowie mit der Rolle der Juden als Kulturvermittler
zwischen den Deutschen und Slawen auseinandersetzen.

SEKTIONSBEITRÄGE
- Maria Klanska (Instytut Filologii Germanskiej UJ, Kraków):
Moritz Rappaport als Brückenbauer zwischen der deutschen,
jüdischen und polnischen Kultur [ABSTRACT]
- Claudia Erdheim (Wien): Die Beziehungen zwischen Juden, Polen
und Ukrainern in Galizien am Beispiel der "Gazeta Naddniestrzanska"
[ABSTRACT]
- Renate Heuer (Frankfurt am Main): Salomon Maimons Lebensgeschichte
und ihre Rezeption von 1792 bis 1984 [ABSTRACT]
- Dorothee Gelhard (Universität Regensburg): Moses Mendelssohns
Vermitteln zwischen den Kulturen [ABSTRACT]
- Janusz Golec (Lublin): Die Versuche von Kulturvermittlung
im Werk von Karl Emil Franzos [ABSTRACT]
- Elzbieta Katarzyna Dzikowska (Universitaet Wroclaw/Polen):
Identität und Alterität - multiethnische Symbiosen
(Artur Sandauer, Wilhelm Dichter, Andrzej Kusniewicz, J. Andruchowycz)
[ABSTRACT]
- Iwona Kotelnicka (Uniwersytet Mikolaja Kopernika): Martin
Buber und die Slawen [ABSTRACT]
- Martin Pollack (Stegersbach): Jüdische Übersetzer,
Autoren und Kritiker als Mittler zwischen der deutschen und der
polnischen und der deutschen Literatur [ABSTRACT]
- Barbara Rowinska Januszewska (Posen): Zur neueren jüdischen
Literatur aus Helvetien
- Agata Starowicz (Kraków): Multikulturelle Stadt als
Quelle der Identitätsschwierigkeit - Max Brod in Prag
[ABSTRACT]
- Magdalena Sitarz (Jagiellonische Universität Krakau):
Der Roman "Man fun Notseres" von Schalom Asch
[ABSTRACT]
