Das Verbindende der Kulturen

SEKTION:

Integrales, lebendiges, gemeinsames Lernen, Orientierungs- und Sinnfragen, Mehrspachigkeit und Kulturnavigation

Heiner Benking (Berlin)
Gemeinsame Wissensnavigation
Ohne Karten und Modelle keine Brücken für Sprachen, Welten, Kulturen, Medien, Zeichen, Schulen...

Wenn wir zwei zentrale Arten von Wissen unterscheiden: Konzept und Kontext Wissen, so stellen wir fest, daß das Augenmerk in unserem Bildungssystemen vornehmlich auf dem Detail, dem Fakt, liegt - die Situation oder der Kontext ausgeblendet werden. Für unser Verstehen jedoch ist die Ein- und Zuordnung und Interpretation unabdingbar. Dazu gehören Rahmenbedingungen und Zusammenhänge. Diese sind nicht so einfach mit Worten zu beschreiben und werden deshalb allzuoft ausgeblendet zugunsten scheinbar exakterer Definitionen.

Solch ein Fokus aufs Detail ist besonders in mehrsprachigen und multi-kulturellen Umgebungen zum Scheitern verurteilt.

Der Beitrag zeigt Ansätze im Bereich Bildung und "Kulturnavigation" die versuchen Verstehensmuster zu definieren und so das Verbindende herauszustellen, wobei sie verschiedene Medien- und Zeichenarten mit einbeziehen.

Dies kann natürlich nur für die Groborientierung und Grob-Einordnung (Überblicksorientierung) gelten. Domainen-, Fach- oder Detailunterschiede in der Begrifflichkeit und Verwendung bedürfen natürlich weiterhin der Erkundung und Vertiefung im Detail (doch gewahr des Kontextes)....

Der Beitrag plädiert für Spezialisten- und Generalistentum, für die Übertragung und Übersetzung von Fachwissen und Anwendungswissen, eine "T-Intelligenz" (Machol/Ropohl/Dürr) als anzustrebendes Bildungsprofil in gemeinsam akzeptierten räumlich-anschaulichen Rahmen oder Bezügen.

DAS VERBINDENDE DER KULTUREN