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Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen (6. bis 8.12.2002)

WORKSHOP:

Comparative Cultural Studies 1
Culture, Cultural Policy, and the Media

Chair: Steven Totosy (Martin Luther University Halle-Wittenberg, Germany and Boston, USA)

Die Gefahr der Homogenisierung der Kultur

Marsovszky, Magdalena (Viadrina University and Munich, Germany)

In ihrem Beitrag "Die Gefahr der Homogenisierung der Kultur" analysiert Magdalena Marsovszky die gegenwärtige Situation in Ungarn wo mit dem Einzug der Marktwirtschaft seit der Wende in 1989 die Stellenwert von gewinnorientierten, wirtschaftlichen Interessen und von Marktgesetzen gegenueber der Ästhetik und bildungspolitischen Aufgaben sich bemerkbar macht. Als Folge der neuen Situation wurden bildungs- und gesellschaftspolitische Aspekte immer mehr ausser acht gelassen und nicht-quantifizierbare ästhetische Werte gegen quantifizierbaren Erfolg bzw. Quotendenken eingetauscht. Die rechtskonservative Regierung Viktor Orbans (1998-2002) meinte, mit der Förderung eines von Staatswegen angeordneten christlich-nationalistischen Wertkonservatismus und der Besinnung auf altungarische, historische Symbole und Reliquien die ungarische Identität und dadurch die Kultur Ungarns stärken zu können. Einerseits war also der eindeutige Versuch zu beobachten, die ungarische Kultur im Namen des "Ungartums" zu homogenisieren, andererseits ging dies zusammen mit der Ausgrenzung von Andersdenkenden, wodurch auch Fundamentalismus und Rassismus im Lande wachsen.

DAS VERBINDENDE DER KULTUREN