Internationale Kulturwissenschaften
International Cultural Studies
Etudes culturelles internationales

    CULTURAL  COLLABORATORY

Dialogizität, Intertextualität und Postmoderne.
Literatur als Apologie der Vielheit.

Das Wort Intertextualität ist relativ jung. Es wurde in der Tat erst in den Jahren 1966 und 1967 von Kristeva geprägt.1 Es hat aber einen Erfolg erlebt, dessen sich nur wenige neue literaturwissenschaftliche Begriffe rühmen können. Die Anzahl von Büchern, Aufsätzen und Kolloquien, die sich direkt oder indirekt mit diesem Begriff auseinandersetzen oder von ihm inspiriert werden, wächst immer mehr.2 Gleichzeitig wird es immer schwieriger, eine genaue Bedeutung dieses Wortes zu bestimmen, da er im Rahmen unterschiedlicher theoretischer und analytischer Ansätze gebraucht wird.3 Das Wort Intertextualität ist bei einigen Literaturwissenschaftlern eine textontologische Kategorie und dient zur Bestimmung der Natur aller Texte. Andere gebrauchen ihn in einem textdeskriptiven Sinne, wo er nicht mehr als "universelles Prinzip ästhetischer Literatur bzw. Rezeption erscheint, sondern als eine Möglichkeit, eine Alternative, ein Verfahren des Bedeutungsaufbaues literarischer Werke".4 Dabei sind auch produktions-, darstellungs- und rezeptionsästhetische Ansätze zu unterscheiden. Die verschiedenen Wissenschaftler gehen auch von unterschiedlichen Textbegriffen aus. Während einige Text nur als literarischen Text verstehen, erfährt dieser Begriff bei anderen eine Erweiterung und schließt sowohl literarische als nichtliterarische Texte, Sprachwerke, aber auch andere semiotische Produktionen, konkrete Werke, aber auch allgemeine semiotische Systeme usw. ein. Jede Textauffassung impliziert eine besondere Akzentuierung der Intertextualität.

I.

Angesichts eines solch verwirrenden und manchmal sogar gegensätzlichen Verwendung dieses Begriffes betrachtet Marc Angelot jeden Versuch einer genauen Bestimmung seiner Bedeutung als müßig und unfruchtbar und schlägt vielmehr vor, sich der Frage nach der Funktion, die dieser Begriff in der Literaturwissenschaft erfüllt hat und weiter erfüllen kann, zu wenden5. Offensichtlich geht Charles Grivel von derselben Position aus, wenn er in seinem Hamburger Vortrag als "nötige Grundlage eines minimalen Konsens bei der Diskussion" eine Reihe der durch den Begriff Intertextualität implizierten Verschiebung des Textverständnisses angibt:

a) Der Text versteht sich als ein Puzzle, bzw. Puzzlesystem von textuellen Elementen, die der "Außen-Text" bestimmt. [...]
b ) Der Text versteht sich als eine generalisierte Kopie vorangegangener Texte. [...]
c) Verstehen heißt nichts anderes als In-Beziehung-Setzen, den Kontext wechseln, einen alten in einen neuen Kontext umdeuten. [...]
d ) Text soll als Kreuzung (Übereinkunft, Übereinstimmung) von Texten verstanden werden. [...]
e ) Text soll als Wiederholung von Texten verstanden werden. [...]
f) Sprache ist Voraus-Setzung6.

Die poststrukturalistische Orientierung des hier skizzierten neuen Textverständnisses ist unverkennbar. Auch Marc Angenot sieht in dem Wort Intertextualität eine kritische Waffe zur Kritik und Dekonstruktion strukturalistischer und prestrukturalistischer Postulate.

Le mot d'ordre d'intertextualität à servi a critiquer et déconstruire un certain nombre d'axiomes présents dans la réflexion structuraliste, ou rémanences d'idéologies esthétiques préstructuralistes. A cet égard, intertextualität fonctionne plus comme une arme critique et comme l'ouverture d'une problématique que comme une notion positive bien délimitée7.

Bei den meisten deutschen Kritikern wird dieses kritische Potential des Schlagwortes Intertextualität dadurch neutralisiert, daß das Wort sehr eng gebraucht und operationalisiert wird.8 Dabei wird dieses Wort der Gefahr ausgesetzt, in die traditionelle Quellen- und Einflußforschung überführt zu werden, wo es dann nur als modisches Etikett, schon bekannte und gewohnte Sachverhalte bezeichnet.

Aber auch bei Grivel, Marc Angenot sowie bei vielen Poststrukturalistischen Kritikern werden nicht alle epistemologischen und ideologischen Implikationen gebührend berücksichtigt, die es ermöglichen würden, den Begriff Intertextualität sowie den Begriff Dialogizität, der mit ihm zusammenhängt, in Verbindung mit der Diskussion um "die Postmoderne" zu bringen. Marc Angenot betrachtet als Hauptleistung der Intertextualitätsidee die Postulierung eines Gegenmodells zum funktionalistischen und strukturalistischen Denken.

A tous ces modèles, l'intertextualité oppose une problématique de la multiplicité, de l'hétérogène, et de l'extériorité qui me semble, au delà des malentendus et des effets de mode, l'essentiel de notre problème pour les années a venir.9

Dieses Gegenmodell soll m. E. nicht auf das Textverständnis beschränkt werden, sondern allgemein auf das Weltverständnis erweitert werden, von dem das Textverständnis ein Ausdruck ist. Gerade diese Beziehung zwischen Intertextualität und einem Welt- und Textverständnis, das auf der Idee der Vielheit und Heterogenität basiert, möchte ich hier rekonstruieren. Dabei werde ich von den Texten Kristevas und Bachtins ausgehen, die als erste Konzepte zur systematischen Erschließung eines solchen Gegenmodells in der Literatur geliefert haben.

II.

Kristeva gebraucht das Wort Intertextualität in zwei verschiedenen Bedeutungen. Beide Bedeutungen ergeben sich durch die Verbindung mit anderen Begriffen, die von Bachtin oder aus dem Bachtin-Kreis stammen. Wir haben zunächst die Verbindung Intertextualität - Ideologem und dann die Verbindung Intertextualität - Dialogizität - Ambiguität.

Analysieren wir zunächst die Verbindung Intertextualität - Ideologem. In dem Text "Le texte clos" schreibt Kristeva:

L'acception d ' un texte comme un ideologème détermine la démarche même d'une sémiotique qui, en étudiant le texte comme une intertextualité, le pense ainsi dans (le texte de) la société et l'histoire. L'ideologème d'un texte est le foyer dans lequel la rationalité connaissante saisit la transformation des énoncés (auxquels le texte est irréductible) en un tout (le texte), de même que les insertions de cette totalité dans le texte historique et social.10

Der Text wird hier als eine Totalität aufgefaßt, die in ihrer Struktur etwas reproduziert, das Kristeva in ausdrücklicher Anlehnung an P. N. Medvedev Ideologem nennt.11 Ideologem bedeutet offensichtlich hier dasselbe wie Foucaults Gesetze des Aufbaus oder Levi-Strauss' Struktur.12 Es ist also ein abstraktes Modell, das in einer gegebenen Kultur in allen Bereichen identifiziert werden kann, z. B. in der Politik, in der Religion, in den Metadiskursen, in semiotischen Systemen, in der Literatur usw. Jedes kulturelle System trägt also in sich die Grundzüge der Kultur. Die Beziehung zwischen den verschiedenen Bereichen einer historisch gegebenen Kultur ist also zunächst die der Homologie. In allen findet sich die Reifikation des gemeinsamen Ideologems. Dieses Ideologem ist also das Bindeglied zwischen ihnen. Es ist ein Intertext. Diese Funktion als Bindeglied nennt Kristeva intertextuelle Funktion und der Text als Intertextualität wird somit verstanden als der Ort der Vergegenständlichung dessen, was die allgemeine Gesetzmäßigkeit der Gesellschaft, der Kultur ausmacht. Der Text ist also eine Monade, in der sich die Geschichte und die Kultur widerspiegelt.

Kommen wir jetzt zur zweiten Gebrauchsweise des Wortes Intertextualität bei Kristeva. Hier bezieht sich das Wort auf die Ebene der internen Organisation des literarischen Textes. Die Bedeutung des Wortes scheint eindeutig, da Kristeva es mehrmals definiert. In "Le Texte clos" heißt es:

il [le texte] est une permutation de textes, une intertextualité, dans l'espace d'un texte plusieurs énoncés, pris à d'autres textes, se croisent et se neutralisent.13

Bei all ihren Definitionsversuchen erweckt Kristeva den Eindruck, als sei Intertextualität eine Eigenschaft aller Texte. In "Le Mot, le Dialogue et le Roman" meint sie aber, daß sowohl die Intertextualität als auch die Dialogizität erst in den Texten moderner Romanciers, nämlich Kafka, Joyce und Proust als Organisationsprinzip offensichtlich geworden ist. Auch wenn Bachtin bei älteren Schriftstellern wie Rabelais, Swift und Dostojewski sein Dialogismusprinzip exemplifiziert hat, ist sie überzeugt, daß er zunächst durch die Texte seiner Zeitgenossen darauf aufmerksam gemacht worden ist.14 Ob dies stimmt, mag dahingestellt werden. Es wird aber klar, daß die Intertextualität als Analyseinstrumentarium zwar bei allen Texten anwendbar ist, als bewußtes Organisationsprinzip der Texte ist sie vor allem eine Eigenschaft der modernen Literatur.

Bei ihrer Analyse des Romanes Jehan de Saintré von Antoine de la Sale bringt Kristeva eine andere Differenzierung, die mir besonders wichtig scheint. Sie identifiziert in diesem Roman die Intertextualität als grundlegendes Organisationsprinzip. Sie konstatiert aber zugleich, daß sich die verschiedenen Textmosaiken zwar gegenseitig neutralisieren, daß aber diese Neutralisierung ihrerseits durch den Autor neutralisiert wird.

Ainsi le roman absorbe la duplicité (le dialogisme) de la scène carnavalesque, mais il la soumet a l'univocité (au monologisme) de la disjonction symbolique que garantit une instance transcendantale - l'auteur, subsumant la totalité de l'énoncé romanesque.15

Eine Intertextualität auf der Oberflächen-Ebene eines Textes garantiert also noch keine Dialogistizität dieses Textes. Kristeva unterscheidet also implizit zwischen einer monologischen und einer dialogischen Intertextualität. Manche Widersprüche, die Kritiker in ihrem Gebrauch des Wortes Intertextualität feststellen, rühren daher, daß sie diese Unterscheidung nie expliziert hat.16 Die Intertextualität, die sie als positive Eigenschaft von Texten zu analysieren und zu propagieren versucht, ist diese dialogische Intertextualität.

Die Dialogizität muß hier natürlich im Sinne Bachtins verstanden werden. Sie bezeichnet nicht unbedingt den ausdrücklichen Dialog mit Repliken, sondern zweierlei:

1. Die Redevielfalt oder Polyglosie, d. h. das Vorhandensein in einem Werk von verschiedenen Sprachen, die unterschiedlichen Sichten der Welt, unterschiedliche verbale Sinngebungen und Wertungen, also unterschiedliche sozial oder kulturell bedingte Bewußtseinslagen ausdrücken, welche einander gegenübergestellt werden, sich wechselseitig ergänzen oder widersprechen, oder dialogisch aufeinander bezogen werden können.17

2. Das Dialogische bezeichnet auch die Verwendung dessen, was Bachtin das Zweistimmige Wort nennt, nämlich die Verwendung der fremden Rede durch einen Autor. Eine solche Rede dient gleichzeitig zwei Sprechern und drückt gleichzeitig zwei verschiedene Intentionen aus: die direkte Intention der sprechenden Person und die gebrochene des Autors. Beide Intentionen wissen voneinander wie zwei Repliken eines Dialogs; sie sind also dialogisch aufeinander bezogen.18

Die Dialogizität setzt also die Intertextualität voraus, aber die Intertextualität impliziert nicht notwendigerweise diese Dialogizität.

III.

Kristeva beschließt ihren Aufsatz "Le mot, le Dialogue et le roman" mit den folgenden Sätzen:

Le trajet qui se constitue entre les deux pôles que le dialogue suppose, supprime radicalement de notre champ philosophique les problèmes de causalité, de finalité, etc., et suggère l'intérêt du principe dialogique pour un espace de pensée beaucoup plus vaste que le romanesque. Le dialogisme, plus que le binarisme, serait peut-être la base de la structure intellectuelle de notre époque. La prédominance du roman et des structures littéraires ambivalentes, les attractions communautaires (carnavalesque) de la jeunesse, les échanges quantiques, l'intérêt pour le symbolisme corrélationnel de la philosophie chinoise, pour ne citer provisoirement que quelques éléments marquants de la pensée moderne, confirment cette hypothèse.19

Hier zeigt sie deutlich, daß sie durch die Begriffe Intertextualität und Dialogismus ein Modell der Textanalyse liefern will, sie will dadurch aber vor allem ein anderes allgemeineres Modell sichtbar machen. Die Intertextualität oder die Dialogizität der Texte betrachtet sie vor allem als ein Ideologem. Durch diese Begriffe versucht sie, das Gemeinsame in der Denkweise ihrer Epoche festzuhalten. Dialogizität und Intertextualität erhebt sie also zu einem allgemeinen epochalen Prinzip. Dabei übernimmt sie eine Idee Bachtins.

Bachtin betrachtet den Roman als eine nicht kanonische Gattung, die sich ständig erneuert, um eine sich ständig verändernde Wirklichkeit zu erfassen. Die grundsätzlich offene Form ist bedingt durch die zwei Quellen, aus denen er sich entwickelt hat, nämlich das karnevaleske Lachen und die Polyglosie. Das karnevaleske Lachen ist nach Bachtin nur möglich in einem Kontext der Multisprachlichkeit. Auch wenn sich dieses Lachen im Rahmen einer nationalen Kultur vollzieht, setzt es den befreienden Einfluß anderer Sprache auf diese nationale Sprache voraus. Erst im Kontext einer Multisprachlichkeit erfährt die nationale Sprache eine Differenzierung und eine Vielschichtung.20 Der Roman verarbeitet die so entstandenen verschiedenen Soziolekte und nationalen Sprachen zu einem dialogischen Ganzen, ohne sie, wie in dem Epos, von einer Instanz zu synchronisieren. Nach einer Analyse der Vorgeschichte des Romans von der hellenischen Zeit bis zur Renaissance schreibt Bachtin:

Therefore even the modern European novel, reflecting intra-language heteroglosia as well as processes of aging and renewal of the literary language and its generic types, was prepared for by the polyglosia of the Middle Ages - which was experienced by all European people - and by that intense interanimations of languages that took place during the Renaissance, during that shifting away from an ideological language (Latin) and the move of European people toward the critical monoglosia characteristic of modern times.21

Die Redevielfalt oder das Vorhandensein in einem Werk von verschiedenen Bewußtseinslagen und Sprachschichten, also der Dialogismus ist für Bachtin ein Grundmerkmal des Romans. Der Roman ist daher die Gattung par excellence einer dezentrierten Welt, die nicht mehr als Totalität erlebt werden kann. Bei Bachtin findet sich also schon die Idee der Literatur und speziell des Romans als Ort der Verarbeitung der Multikulturalität der Welt. In dem dialogischen Text verschwindet eine privilegierte Perspektive, wie sie eine nationale Kultur oder ein dominanter Soziolekt bietet. In dem dialogischen Text werden die Standpunkte und die Sprachschichten als gleichwertig und als vergleichbar betrachtet. Es besteht also keine Hierarchie.

Par le geste inférentiel, l'auteur refuse d'être "témoin" objectif, possesseur d'une vérité qu'il symbolise par le Verbe, pour s'écrire comme lecteur ou auditeur qui structure son texte a travers une permutation d'énoncés autres. Il parle moins qu'il ne déchiffre. Les agents inférentiels lui servent a ramener un énoncé référentiel (la narration) a des prémisses textuelles (les ciations) et vice versa; ils établissent une similitude, une ressemblance, une égalisation de deux discours différents.22

Das Zitieren hat also bei Bachtin und bei Kristeva nicht dieselbe Funktion wie bei vielen Theoretikern der Postmoderne, für die es aus dem Bewußtsein herrührt, daß alles schon gesagt worden ist und daß jede Äußerung, jedes Schreiben nur eine Wiederholung ist.23 Das Zitat ist hier keine Ironie des zuspätgekommenen Gefühls. Es ist vielmehr ein Modus der Erfahrung der Welt. Ein solcher Erfahrungsmodus setzt eine besondere Struktur des Subjekts voraus. Daher mündet die Intertextualitätstheorie Kristevas und die Dialogizitätstheorie Bachtins in eine Subjekttheorie. Während Luckács in seiner Romantheorie die Möglichkeit der Ersetzung der hegelschen objektiven Totalität durch eine subjektive Totalität postulierte, haben sowohl Bachtin als auch Kristeva eine andere Vorstellung der Leistungsmöglichkeit des Subjekts und speziell des Subjekts als Autor. Er ist nicht der Demiurg, der die Welt neu schafft. Der Autor erfährt, genau wie der Philosoph, von dem Foucault spricht, "daß er [...] nicht in der Gesamtheit seiner Sprache wohnt wie ein geheimer und allsprechender Gott; er entdeckt, daß es neben ihm eine Sprache gibt, die sich bemüht, die scheitert, die schweigt und die er nicht mehr in Bewegung setzen kann".24 Der Autor hat also nur die Möglichkeit, entweder sich der Begrenztheit der Sprache zu unterwerfen und daher auch da zu scheitern und zu schweigen, wo sie scheitert und wo sie schweigt, oder an der Sprache zu arbeiten, damit sie andere Erfahrungen zuläßt. Eine der Möglichkeiten dieser produktiven Arbeit an der Sprache ist der Dialogismus, die Konfrontation verschiedener Sprache. Eine andere ist die Emanzipation der Signifikanten von den Signifikaten, die Auflösung der Sprache als Zeichensystem und die Postulierung ihrer Selbstreferentialität. Bachtin faßt vor allem die erste Möglichkeit vor Augen; Kristeva geht von den beiden aus. In den beiden Verfahren betrachtet sich der Autor nicht mehr als allmächtiges Subjekt, sondern vielmehr als ein Bastler, der mit einem vorgeprägten Material arbeitet. Das Subjekt verschwindet nicht ganz, es bleibt aber nur ein Wille, eine Bereitschaft zu dechiffrieren, zu lesen, zu hören und vorzustellen. Die Subjektivität verschwindet also nicht in dem Produktionsprozeß, sie wird nur relativiert durch das Bewußtsein ihrer Begrenztheit. Sie ist daher offen für neue Erfahrungen.25

IV .

Das Vorwort zu seinem Buch Les mots et les choses eröffnet Foucault mit einem Borges-Zitat, wo von einer chinesischen Enzyklopädie berichtet wird, in der die Tiere nach Kategorien eingeteilt sind, die für Europäer keinerlei Ordnung erkennen läßt und alle Vertrautheiten des europäischen Denkens aufrüttelt: "a) Tiere, die dem Kaiser gehören, b) einbalsamierte Tiere, c) gezähmte, d) Milschweine, e) Sirenen, f) Fabeltiere, g) herrenlose Hunde, h) in diese Gruppierung gehörige, i) die sich wie Tolle gebärden, k) die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind, I) und so weiter, m) die den Wasserkrug zerbrochen haben, n) die von weitem wie Fliegen aussehen".26

Foucault deutet diese Klassifizierung in zwei sich ergänzende Richtungen: Er betrachtet sie zunächst unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft als das Beispiel der Möglichkeit in der Sprache und nur in der Sprache eine bestimmte Nachbarschaft, ein Nebeneinandertreten von Dingen zu ermöglichen. Nur in der "Ortlosigkeit der Sprache ist die Unordnung möglich, die Bruchstücke einer großen Zahl von möglichen Ordnungen in der gesetzlosen und ungeometrischen Dimension des Heterokliten aufleuchten läßt".27

Foucault betrachtet diese Klassifizierung aber auch als ein Zeichen dafür, daß es andere Kulturen gibt, wo für das Denken eine solche Gruppierung selbstverständlich ist. "So gäbe es", schreibt er, "am anderen Ende der von uns bewohnten Welt eine Kultur, die aber völlig der Aufteilung der Ausdehnung geweiht ist, die aber die Ausbreitung der Lebewesen in keinem der Räume verteilte, in denen wir die Möglichkeit haben zu benennen, zu sprechen und zu denken".28

Offensichtlich erblickt Foucault in der Literatur der Moderne die Möglichkeit eines Schreibens, die diese Dimension des Heterokliten und der Heterotopien29 als Prinzip aufnimmt und damit die Auffassung der Sprache als Zeichen, als Darstellung und als Bedeutung kompensiert, die ein ursprüngliches und absolut anfängliches Sprechen voraussetzt, und daher - in der Sprache Bachtins - monologisch wirkt. Bei ihrer Bestimmung der Funktion der Intertextualität und Dialogizität geht Kristeva von einer ähnlichen Vorstellung aus. Sie schreibt nämlich:

On pourrait démontrer a travers le mot et la structure narrative romanesque du XXe siècle comment la pensée européenne transgresse ses caractéristiques constituantes: l'identité, la substance, la causalité, la définition pour en adopter d ' autres: l'analogie, la relation, l'opposition donc le dialogisme et l'ambivalence ménippéenne.30

Hier sieht man noch einmal, wie Kristeva von der Struktur der literarischen Texte ausgeht, um auf Grundcharakteristiken des modernen europäischen Denkens zu schließen. Durch die Literatur der Moderne versucht sie, das Ideologem einer Moderne, oder genauer einer Postmoderne - wenn man Postmoderne im Sinne Lyotards als die Überführung der ästhetischen Prinzipien der Moderne in das philosophische Denken auffaßt - zu erschließen.31 Dabei unterscheidet sie zwischen zwei Denkweisen, zwischen zwei Erfahrungsmodi der Wirklichkeit: Die aristotelische Logik und die korrelationelle Logik. Sie entsprechen zwei Paradigmen: Einerseits Gott, Geschichte, Monologismus, Systeme, Erzählung, andererseits Diskurse, Dialogismus, Karneval.32

Auch für Kristeva ist die Literatur der Moderne zwar der Ort, an dem sich eine nichtaristotelische Logik am klarsten ausdrückt, diese Denkweise hat aber wie bei Borges und Foucault eine "mythische Heimat, eine präzise Region, deren Namen eine große Reserve an Utopien bildet",33 nämlich der Orient. An dem Unterschied zwischen der Behandlung der Frau in der europäischen höfischen Literatur einerseits und in der Literatur des Orients andererseits verdeutlicht sie den Unterschied zwischen den zwei Ideologemen, die hinter den zwei erwähnten Paradigmen stehen:

L'ordre rythmique des textes orientaux qui organisent les sexes (les différences) dans une disjonction conjonctive (l'hiérogamie) se voit remplacé par un système centre (l'Autre, la Femme) et dont le centre n'est là que pour permettre aux mêmes de s'identifier avec lui.34

Das Ideologem der orientalischen Kultur und der Literatur der Moderne einerseits und das Ideologem Europas der höfischen aber auch der späteren Zeit und sogar des offiziellen Europas des 20. Jahrhunderts unterscheiden sich also grundsätzlich in dem Statut, daß dem Fremden, dem Anderen gewährt wird. Die Behandlung der Frau ist dabei nur ein Paradigma. Während in dem zweiten Ideologem (das europäisch) alle Erscheinungen auf das Gleiche zurückgeführt oder in einer unüberwindlichen Opposition zueinander gestellt werden, besteht in der korrelationellen Logik des ersten Ideologems die Möglichkeit eines nicht hierarchischen und zugleich differentiellen Status des Anderen. Der oder das Andere bzw. Fremde wird also als verschieden und gleich behandelt. Kristeva nennt diese Haltung Konjunktive Disjunktion (Disjonction conjonctive).35

V.

Die Literatur der Moderne erscheint also bei Kristeva in ihrer Intertextualität und ihrer Dialogizität als Paradigma eines Erfahrungsmodus der Welt und einer Denkweise, die die Vielheit nicht zugunsten der Einheit tilgt und das Fremde oder den Fremden nicht ausgrenzt, aber seine Fremdheit auch nicht negiert. So interpretiert sie die Struktur des Werkes Mallarmes und Lautreaumonts als Ausdruck und Apologie der Multikulturalität und des Kosmopolitismus.

... mais aussi une affinité logique entre la recherche architecturale de Mallarmé, traversant les frontières des nations, des personnages, des contenus, des idées, et de la multiplicité des figures et des personnages, la violence terrifiantes des thèmes dans les récits orientaux.36

Kristeva betrachtet die Denkweise und den Erfahrungsmodus, der in der Literatur der Moderne zum Ausdruck kommt als eine Anamnese, also als Abarbeitung des ursprünglich Vergessenen.37 Die korrelationelle Logik ist also dem Europäer nicht grundsätzlich fremd, sondern wurde nur im Laufe der Geschichte zugunsten des Einheitsprinzips verschüttet.

Auch O. Marquard stellt eine lange philosophische Tradition auf, die "von der antiken Sophistik, Peripatetik und Skepsis über die Moralistik, den Historismus und die Lebensphilosophie bis zur heutigen sogenannten Postmoderne und anderen Abschieden vom Prinzipiellen etwa durch Derrida, Lyotard, Rorty, Kockelmans und andere"38 reicht, eine Tradition, die den Vorrang der Vielheit vor dem einen geltend macht und folgende These vertritt:

"... die wirkliche Wirklichkeit des Lebens - gerade auch des menschlichen Lebens - ist unerschöpflich vielgestaltig; ihr Grundcharakter ist die Vielheit. Einheit - Allgemeinheit, also auch Vergleichbarkeit und Gleichheit - gibt es nur durch Komplexitätsreduktionen, durch Vereinfachungen; deren Herrschaft ist - insbesondere modern, wo die schrecklichen Vereinfacher am Werk sind, die terribles simplificateurs mit ihren Uniformierungen und Gleichschaltungen: mit der Einheitswissenschaft, der Einheitsgeschichte, der Einheitspartei, der Einheitsmeinung, der Einheitsmenschheit [...]"39

Während Kristeva, Lyotard und Bachtin ein Denken und Dichten der Vielheit als Aufgabe und als Kritik an der modernen Welt, die zum Totalitätsdenken tendiert, denken, gründet O. Marquard eher eine Apologie der Modernen Welt darauf. Diese moderne Welt betrachtet er als einen gelungenen Ausgleich zwischen Einheitsdenken und -handeln einerseits und Vielheitsprinzip andererseits. Vielheit als Erfahrungs- und Handlungsmodell wird somit nicht als Kritik der modernen Welt, die in ihren Grundzügen totalitär denkt und vielleicht denken muß, verstanden. Bei Kristeva, bei Bachtin und auch bei Lyotard bleibt die Vielheit das einzige und annehmbare Prinzip, das einzige Gesetz.

In einer sarkastischen Erzählung macht sich Botho Strauss lustig über eine Gruppe von Menschen, die offensichtlich einige Utopien mancher Linken in den 70er Jahren zu realisieren versuchen.

Die Syks - selbst nur das Absprengsel einer großen Nord-Süd-Wanderung, deren Kern ein wunderliches Schmelzprodukt aus isländischen Fischereiarbeitern, einer französischen Schauspieltruppe, türkischen Schneidern und deutschen Psychagogen.40

Dieses Schmelzprodukt ist natürlich etwas anderes als die disjunktive Konjunktion Kristevas, die sie im Bezug auf das Zusammenleben von Völkern in einer ihrer neuesten Veröffentlichungen folgendermaßen formuliert: "Chacun est destiné a rester le même et l'autre: sans oublier sa culture de départ, mais en la relativisant au point de la faire non seulement voisiner mais aussi alterner avec celle des autres".41 Sich selbst bleiben, seine eigene Kultur nicht vergessen, aber sie zugleich so relativieren, daß sie mit anderen Kulturen leben und alternieren kann, dieses Modell, das von den Schriftstellern der Moderne in der Sprache experimentiert wurde, wird als Modell für das Zusammenleben in einer Wirklichkeit der Vielfalt und in einer multikulturellen Welt postuliert. Diese Theorie der disjunktiven Konjunktion unterscheidet sich von anderen Pluralismus- oder Heterogenitätstheorien dadurch, daß die Existenz von Unterschieden zwar bekräftigt und begrüßt wird, eine unüberbrückbare Barriere zwischen den Verschiedenen aber nicht postuliert wird. Eine übergeordnete Instanz, die eine Erzählung begründen würde, wird negiert, aber Übergänge und Möglichkeiten des Sichverständigen werden nicht ausgeschlossen. Was hier angestrebt wird, ist nicht das, was den postmodernen Philosophen vorgeworfen wird, nämlich, eine Philosophie des "Irgendwas", die zugleich eine Sache und ihr Gegenteil behauptet und sich alle Aussagen, alle Sätze, erlauben kann. Wie bei Lyotard soll im Gegenteil etwas genau benannt werden, das sich in einem instabilen Zustand befindet, in dem sich alles ständig ändert und die Sache, die ausgedrückt und beim Namen genannt werden soll, gar keinen hat.42

 

  1. Vgl. Kristeva, Julia, Sêmêiôtikê: Recherches pour une sémanalyse. Paris 1969, vor allem die darin aufgenommenen Aufsätze: "Le texte clos" (1966-1967), S.113-142 und "le mot, le Dialogue et le roman" (1966), S.143-173.
  2. Hier einige Kolloquien, die in Deutschland stattgefunden haben: "Dialogizität in Prozessen der literarischen Kommunikation" (Konstanz 1980). Vgl. Akten in: "Dialogizität", hrsg. von Renate Lachman, München 1982; "Hamburger Kolloquium zur Intertextualität". Vgl. Akten in: "Dialog der Texte", hrsg. von Wolf Schmidt und Wolf-Dieter Stempel, Wien 1983; Der Band "Intertextualität. Formen, Funktionen, anglistische Fallstudien", hrsg. von Ulrich Broich und Manfred Pfister, München 1985, basiert auch auf einem Symposion in der Universität München ( 1984).
  3. Zur ausführlichen Analyse des Gebrauches des Wortes Intertextualität vgl. Angenot, M., "L'lntertextualitè: enquête sur l'emergence et la diffusion d'un champ nationnel", in: Revue des Sciences Humaines 60/189 (1983), S.121-135; Pfister, M., Konzepte der Intertextualität, in: Intertextualität, Formen ..., ebd., S.1-30.
  4. Preisedanz, W., Zum Beitrag von R. Lachmann "Dialogizität und poetische Sprache", in: Dialogizität, a.a.O., S.25-28. Zit. S.26.
  5. Vgl. Angenot, M., a.a.O., S.132.
  6. Grivel, Charles, Serien textueller Perzeption. Eine Skizze. In: Dialog der Texte, a.a.O., S.53-83, zit. S.53f.
  7. Angenot, M., a.a.O., S.130.
  8. Vgl. Hempfer, Klaus W., Poststrukturale Texttheorie und narrative Praxis, München 1976, S.54ff.; Kloepfer, Rolf, Grundlage des 'dialogischen Prinzips' in der Literatur, in: Dialogizität, a.a.O., S.85-106; Stierle, K., Werk und Intertextualität, in: Dialog der Texte, a.a.O., S.7-24. Manfred Pfister schreibt dazu: "Es ist sicher kein Zufall, daß sich eine solche Eingrenzung des Begriffes vor allem bei deutschen und noch ganz dem Strukturalismus verpflichteten Kritikern findet. Ihnen liegt in besonderer daran, einerseits die radikalen epistomologischen, sprach-philosophischen und texttheoretischen Implikationen des Poststrukturalistischen oder dekonstruktivistischen Konzepts von Intertextualität auszublenden oder zumindest zu entschärfen und andererseits den Begriff auf eine Dimension einzuengen, die seine analysepraktische Operationalisierung ermöglicht oder erleichtert und die Einheit des Textes als Kunstwerk nicht gefährdet". Pfister, M., a.a.O., S.18.
  9. Angenot, M., a.a.O., S.132.
  10. Kristeva, J., Sêmêiôtikê, a.a.O., S.114.
  11. Vgl. ebd. S.114.
  12. Foucault definiert als Gesetze des Aufbaus "die Basis oder das archäologische System (...), das einer ganzen Reihe wissenschaftlicher 'Repräsentationen' oder 'Ergebnisse' gemeinsam ist [...]". (Ordnung der Dinge, S.12).
  13. Kristeva, Sêmêiôtikê, a.a.O., S.113.
  14. Vgl. ebd. S.152.
  15. Ebd. S.123.
  16. Vgl. Die Kritik von M. Pfister, in: Pfister, M., a.a.O., S.7.
  17. Vgl. Bachtin, M., Die Ästhetik des Wortes. Hrsg. von Rainer Grübel, Frankfurt/M. 1979, S.183.
  18. Vgl. ebd. S.213.
  19. Vgl. Kristeva, J., Sêmêiôtikê, a.a.O., S.173.
  20. Vgl. Bakhtin, M., The dialogic Imagination, edited by Michael Holquist, University of Texas Press 1981, S.67.
  21. Ebd. S.68.
  22. Kristeva, J., Sêmêiôtikê, a.a.O., S.126.
  23. Vgl. z. B. Umberto Eco, der schreibt: "Die postmoderne Haltung erscheint mir wie die eines Mannes, der eine kluge und sehr belesene Frau liebt und daher weiß, daß er ihr nicht sagen kann: 'Ich liebe dich inniglich', weil er weiß, daß sie weiß (und sie weiß, daß er weiß), daß genau diese Worte schon, sagen wir, von Liala geschrieben worden sind. Es gibt jedoch eine Lösung. Er kann ihr sagen: 'Wie jetzt Liala sagen würde: ich liebe dich inniglich'. In diesem Moment, nachdem er die falsche Unschuld vermieden hat, nachdem er klar zum Ausdruck gebracht hat, daß man nicht mehr unschuldig reden kann, hat er gleichwohl der Frau gesagt, was er ihr sagen wollte, nämlich daß er sie liebe, aber daß er sie in einer Zeit der verlorenen Unschuld liebe. Wenn sie das Spiel mitmacht, hat sie in gleicher Weise eine Liebeserklärung entgegengenommen. Keiner der beiden Gesprächspartner braucht sich naiv zu fühlen, beide akzeptieren die Herausforderung der Vergangenheit, des längst schon Gesagten, das man nicht einfach wegwischen kann, beide spielen bewußt und mit Vergnügen das Spiel der Ironie.... (Nachschrift zum Namen der Rose, München 1984, S.78f.)
  24. Foucault, M., Préface à la transgression. Zit. nach Bürger, P., Die Wiederkehr der Analogie. Ästhetik als Fluchtpunkt in Foucaults "Die Ordnung der Dinge", in: Postmoderne: Alltag, Allegorie, Avantgarde, hrsg. von Christa und Peter Bürger, Frankfurt/M. 1987, S.114-121. Zit. S.116.
  25. In ihren späteren Büchern entwickelt sie eine radikalere Subjekttheorie, die sich von der Bachtins abhebt und das Subjekt mehr am Ende als am Anfang des kreativen Prozesses setzt.
  26. Foucault, M., Die Ordnung der Dinge, a.a.O., S.17.
  27. Ebd. S.20.
  28. Ebd. S.21.
  29. Heterotopien definiert Foucault im Gegensatz zu Utopien, die Fabeln und Diskurse gestalten, als eine Unordnung des Unstimmigen, als eine Annäherung dessen, was nicht zueinander paßt, wodurch Mythen aufgelöst werden. S.20.
  30. Kristeva, J., Sêmêiôtikê, a.a.O., S.169.
  31. Im Gegensatz zu anderen, vor allem amerikanischen Theoretikern der Postmoderne, bleibt für Lyotard die klassische Avant-Garde das Muster der postmodernen Kunst und Literatur. Den Begriff Modern gebraucht er stets im Sinne von Neuzeitlich und die Postmoderne ist daher ein Gegenmodell zum neuzeitlichen Denken, wie die Kunstavantgarde. In einem Gespräch meint er z. B. 1984: "Statt sich auf einen häufig zynischen Eklektizismus zu beschränken, hat die Postmoderne, in der der Niedergang der modernen Ideale zum Ausdruck kommt, die Aufgabe, das Werk der Avant-Garde-Bewegung fortzuführen, ohne sich jedoch durch diese Ideale zu legitimieren....". Lyotard, J. F. mit anderen, Immaterialität und Postmoderne, Berlin 1985, S.30.
  32. Kristeva, J., Sêmêiôtikê, S.171.
  33. Ebd. S.130.
  34. Ebd. S.130.
  35. Vgl. ebd. S.130.
  36. Kristeva, J., La Révolution du langage poétique. Paris 1974, S.542.
  37. Vgl. ebd. S.22 und dies., Polylogue. Paris 1977, S.57, wo sie ihre Subjekttheorie an der platonischen Idee der Choral anknüpft.
  38. Einheit und Vielheit. Statt einer Einführung in das Kongreßthema; in: Einheit und Vielheit, Hrsg. von Odo Marquard, Hamburg 1990, S.1-10, Zit. S.2.
  39. Ebd. S.2.
  40. Strauss, Botho, Die Siedlung (Die Gesellschaftslosen), in: Der junge Mann, München-Wien 1984, S.121.
  41. Kristeva, Julia, Ehrangers à nous-mêmes, Paris 1988, S.288.
  42. Vgl. Lyotard, J. F. mit anderen, Immaterialität und Postmoderne, a.a.O., S.43.


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