Vladimir Lazarev — Bürgerschaftliches Engagement im Kontext der „Weisheit von Vielen“

Nr. 18    Juni 2011 TRANS: Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften


Section | Sektion: Transition to Societies of Wisdom as a Condition
of Cities and Towns Development in XXI Century

Bürgerschaftliches Engagement im Kontext
der Weisheit von Vielen

Vladimir Lazarev (Augsburg, Deutschland) [BIO]

Email: Lazarev_Wladimir@mail.ru


 Konferenzdokumentation |  Conference publication


 

1. Einleitung

Die Städte spielen für die Entwicklung der europäischen Regionen eine entscheidende Rolle. Heute leben etwa 70 % der Europäer in städtischen Gebieten. Der Großteil der EU-Bevölkerung lebt in mittelgroßen Städten mit mehr als 50 000 Einwohnern. Deutschland hat ebenfalls ein dicht geknüpftes Städtenetz: 81 % aller Bundesbürger leben in Städten und verstädterten Regionen, 48 % davon in Städten mit über 500.000 Einwohnern und 33 % in mittelstark besiedelten Gebieten. Nur 19 % der Bewohner leben in ländlichen Gebieten.

Die Städte sind die treibenden Kräfte des europäischen Wirtschaftswachstums: Städte mit mehr als einer Million Einwohner erwirtschaften ein 25 % höheres Bruttoinlandsprodukt (BIP) als der EU-Durchschnitt sowie ein 40 % höheres BIP als der jeweilige nationale Durchschnitt der verschiedenen Mitgliedstaaten. Da in den städtischen Gebieten der wirtschaftliche Mehrwert konzentriert ist, sind sie die Haupterzeuger von Wissen und Innovation. Als treibende Kräfte der Wettbewerbsfähigkeit sind Städte Plattformen für technologische Innovation und multinationale Aktivitäten, die von der Primärforschung an Universitäten bis hin zur Spitzenforschung für Hightech-Unternehmen reichen(1).

Bis heute noch sind Städte ein zentraler Ort für politische sowie soziale Integration und Innovation. Städte und Gemeinden stellen die Grundlage für die demokratische Selbstverwaltung und bürgerschaftliches Engagement dar.

Das Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des bürgerschaftlichen Engagements und des daraus folgenden Einflusses der „Weisheit von Vielen“.

 

2. Der Begriff „Bürgerschaftliches Engagement“

Bürgerschaftliches Engagement wird das freiwillige, nicht auf finanzielle Vorteile gerichtete, das Gemeinwohl fördernde Engagement von Bürgern zur Erreichung gemeinsamer Ziele genannt. Im Gegensatz zum hoheitlichen Handeln der Verwaltung oder des Staates nehmen hier die Bürger etwas selbst in die Hand.

Bürgerschaftliches Engagement ist ein Begriff, der in verschiedenen Sinnzusammenhängen verwendet wird. Die heute gebräuchliche Begriffsverwendung umfasst die spezifischeren Begriffe wie Ehrenamt, Selbsthilfe, politische Partizipation, politischer Protest oder freiwilliges Engagement und bringt sie in einen konzeptionellen Zusammenhang(2).

Dem Bürgerschaftlichen Engagement werden nach dem Verständnis der Enquete-Kommission „Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements“ des Deutschen Bundestages folgende Attribute zugeordneti(3):

  • Bürgerschaftliches Engagement ist freiwillig. Die bürgerschaftliche Qualität des Engagements wird durch Selbstorganisation und Selbstbestimmtheit des freiwillig ausgeübten Engagements bestimmt. Die Freiwilligkeit entspricht dem Wandel des bürgerschaftlichen Engagements hin zu kurzfristigerem, motivational weniger gebundenem Engagement, schränkt aber auch Berechenbarkeit und Verbindlichkeit und damit teilweise den Nutzen ein. Diskutiert wird die Freiwilligkeit außerdem bezüglich verschiedener Modelle des unfreiwilligen Engagements, wie beispielsweise der Bürgerarbeit.
  • Bürgerengagement ist nicht auf materiellen Gewinn gerichtet. Es wird also nicht, wie Erwerbsarbeit, zeit- oder leistungsäquivalent bezahlt und findet von daher auch nicht vorrangig aufgrund der Bezahlung statt. Neben völliger Nichtbezahlung sind aber Aufwandsentschädigungen oder Geringbezahlung, wie beim freiwilligen sozialen Jahr oder dem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ), möglich.
  • Mindestens ein Effekt des bürgerschaftlichen Engagements muss ein positiver Effekt für Dritte sein, es muss also Gemeinwohlbezug haben. Das bedeutet aber nicht, dass altruistische Motive im Vordergrund stehen müssen, ebenso kann die Motivation zum bürgerschaftlichen Engagement einen Selbstbezug haben, wie Selbstverwirklichungsmotive oder Formen der oben beschriebenen Selbsthilfe.
  • Bürgerengagement ist öffentlich, bzw. findet im öffentlichen Raum statt, da Öffentlichkeit einerseits wichtig für die Interessenvertretung der Engagierten, die Schaffung einer Anerkennungskultur und die Bereitstellung von Information für die Tätigkeit der Engagierten ist. Andererseits gewährleistet sie Transparenz, Dialog, Teilhabe und Verantwortung in den Organisationsformen des Engagements.
  • In der Regel wird bürgerschaftliches Engagement gemeinschaftlich, bzw. kooperativ ausgeübt. Es umfasst dabei aber nicht nur das Engagement im Sinne des traditionellen Ehrenamtes, welches vor allem stark formalisiertes, langfristiges Engagement bezeichnet. Öffentliche Kritik und Widerspruch, sowie weitere neue Formen der Selbstorganisation zählen ebenfalls zum bürgerschaftlichen Engagement, denn „Dabei sein und Dagegen sein gehören gleichermaßen zum Bürgerengagement in einem demokratischen Gemeinwesen und machen dessen Produktivität und Innovationskraft aus“(4)

 

3. Warum und wozu Bürgerbeteiligung?

Bürgerschaftliches Engagement ist eine zentrale Grundlage der Demokratie. Demokratie kann überhaupt nur lebendig werden, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich einzumischen und Mitverantwortung zu übernehmen. Zur Idee der aktiven Bürgergesellschaft gehört also die Einmischung in und die Mitgestaltung von politischen Entscheidungsprozessen elementar dazu. Generell gilt: Bürgerbeteiligung ist der Oberbegriff für sämtliche Maßnahmen und Initiativen, Modelle und Methoden, die eine Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern an demokratischen Entscheidungsprozessen ermöglichen.

Die Beeinflussbarkeit der Politik durch alle Bürger, die der einstige schwedische Ministerpräsident Olof Palme forderte, scheint auf den ersten Blick eine Selbstverständlichkeit und ein Grundelement demokratischen Herrschaftsmodelle zu sein. Laut Olof Palme ist es „eine Irrlehre, dass es Fragen gibt, die für normale Menschen zu groß und zu kompliziert seien. Akzeptiert man einen solchen Gedanken, so hat man einen ersten Schritt in Richtung Technokratie, Expertenherrschaft, Oligarchie getan. (…) Die Politik ist zugänglich, beeinflussbar für jeden. Das ist der zentrale Punkt der Demokratie“(5).

Die Beteiligung der Bürger/innen an politischen Entscheidungsprozessen ist ein wesentliches Element zur Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der heutigen Gesellschaft. Nur wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Projekte und Gruppen bereit sind, sich aktiv einzumischen und Mitverantwortung zu übernehmen, kann Demokratie lebendig werden. Die Wichtigkeit des bürgerschaftlichen Engagements besteht nicht nur in der Demokratisierung der Verwaltung, sondern in erster Linie auf Stadt- und Gemeindebene in der Notwendigkeit sich an die Weisheit der Vielen zu wenden, d.h. an die Bürger selbst.

 

4. Die Weisheit der Vielen

Die Wichtigkeit des bürgerschaftlichen Engagements besteht nicht nur in der Demokratisierung der Verwaltung, sondern in erster Linie auf Stadt- und Gemeindebene in der Notwendigkeit sich an die Weisheit der Vielen zu wenden, d.h. an die Bürger selbst. Das Konzept der Weisheit der Vielen, der Weisheit der Massen, basiert darauf, dass unterschiedliche Informationen integriert werden(6). Je größer die Gruppe ist, desto mehr unterschiedliche Informationen kommen zusammen. Informationen, die zur Verfügung stehen, weil sie gelernt wurden, weil man sie gehört hat, weil man durch geographische Nähe Informationen hat, weil man durch Ferne einen Außenblick hat, weil man sich gezielt über das Thema informiert hat. Jeder einzelne hat nur einen Bruchteil der Informationen, die den Vielen als Ganzes zur Verfügung steht.

Die Bedingungen für die Weisheit der Vielen sind gemäß James Surowiecki im gleichnamigen Buch vier Punkte(7):

  • Meinungsvielfalt (das Individuum muss irgendwelche eigenen Informationen haben, selbst wenn sie nur eine ausgefallene Deutung der bekannten Fakten zulassen). Natürlich besteht die Gefahr, dass die Wähler bei Volksabstimmungen manipuliert werden oder sich Meinungen anschließen, ohne das begründen zu können. Aber diese Herausforderungen kennt die Parlamentswahl auch. Fakt ist: Wenn es freie Medien gibt, kann sich jeder Bürger selbständig darüber informieren, sich eine Meinung bilden und dann zur Abstimmung schreiten. Er kann auch darauf verzichten und sich einfach der Wahlempfehlung der Partei anschließen, der er sich nahe fühlt.
  • Unabhängigkeit (die einzelnen Meinungen sind nicht durch Meinungen anderer in ihrem Umkreis geprägt). Wenn die Bürger noch bei Meinungsumfragen aus Furcht, etwas Unpassendes zu sagen, lügen, so stimmen sie spätestens an der Urne so ab, wie sie wirklich denken. Es kommt aber natürlich darauf an, wie frei ein Land ist.
  • Dezentralisierung (die Menschen sind in der Lage, sich zu spezialisieren und lokal gegebenes Wissen heranzuziehen). Können die Menschen lokales Wissen ausnützen? Es gibt immer Erfahrungen, wie man lokal gelebt hat – und ob ein neues Gesetz sich eignet, kann man aufgrund der (lokalen) Geschichte durchaus beurteilen.
  • Aggregation (irgendein Mechanismus bündelt die individuellen Urteile zu einer kollektiven Entscheidung). Aggregation ist erfüllt in der direkten Demokratie, es gibt ein Verfahren, an dem man persönlich oder per Briefwahl teilnehmen kann. Funktioniert einwandfrei, könnte mit den Mitteln des Internet noch ausgebaut werden.

Communities sind nur in dem Maße weise, inwiefern sie konstruktiv die Vielfalt der Weisheit ihrer Individuen nutzt. Die weisesten Gesellschaften wissen, das jede individuelle Ansicht nur einen Teil der Wahrheit enthält, womit a priori ein Ausschluss der, auf den ersten Blick bedeutungslos einzelnen Herangehensweisen, zu einem Teil- oder vollständigen Verlust der Weisheit führen kann.

Nur durch einen Dialog zwischen den verschiedenen Sichtweisen und der Suche nach einem kreativen Konsens kann einen kluge kollektive Entscheidung getroffen oder eine praktische Handlung durchgeführt werden.

 

5. Modelle der Bürgerbeteiligung

Bürgerversammlung. Eine Bürgerversammlung ist eine Versammlung von Bürgern in der Regel auf kommunaler Ebene. Die Bürger sind, wollen sie die kommunalpolitischen Entscheidungen im Gemeinderat (Rat, Gemeindevertretung) und der Verwaltung kontrollieren und beeinflussen, nicht auf die Ausübung ihres aktiven Wahlrechts alle vier oder fünf Jahre beschränkt. Dieses Treffen kann im Rahmen einer politisch verordneten Weise stattfinden. Es kann aber auch von den Bürgern selber ausgehen, um sich zu organisieren und z. B. eine Bürgerinitiative zu gründen.

Die Planungszelle/BürgerInnengutachten. Die Planungszelle ist ein entwickeltes Beratungs- und Partizipationsverfahren, welches demokratische Teilhabe des einzelnen Bürgers an verschiedenen Planungs- und Entscheidungsprozessen ermöglicht, etwa innerhalb der Bürgerbeteiligung Bürgerforen sind Kommissionen von 20 bis 25 Mitgliedern, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden und die gegen Vergütung einige Tage ihrer Zeit opfern, um Entscheidungshilfen zu bestimmten Sachfragen zu erarbeiten. Hierzu erhalten die Teilnehmer von Sachverständigen die notwendigen Informationen. Die Ergebnisse der Beratungsprozesse werden von einem neutralen Durchführungsträger in Bürgergutachten zusammengefasst und der Öffentlichkeit, sowie den Auftraggebern vorgelegt(8).

Mediation. Konfliktlösung in einem konkreten Streitfall; Herstellen von „win-win-Situationen“. Mediation ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes. Die Konfliktparteien – teilweise auch Medianden oder Medianten genannt – wollen mit Unterstützung einer dritten allparteilichen Person (dem Mediator) zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator trifft dabei keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern ist lediglich für das Verfahren verantwortlich(9).

Open Space. Entwicklung von Problemlösungen und Maßnahmen zu Themen der Bürgerinnen. Open Space ist eine Methode der Großgruppenmoderation zur Strukturierung von Konferenzen. Sie eignet sich für Gruppen von etwa 50 bis 2000 Teilnehmern. Charakteristisch ist die inhaltliche und formale Offenheit: Die Teilnehmer geben eigene Themen ins Plenum und gestalten dazu je eine Arbeitsgruppe. In dieser werden mögliche Projekte erarbeitet. Die Ergebnisse werden am Schluss gesammelt. Wichtig ist eine Infrastruktur, die die Umsetzung der entstandenen Projektideen organisiert, denn Open Space kann in kurzer Zeit eine große Vielfalt von konkreten Maßnahmen produzieren(10).

Runder Tisch. Verständigung über aktuelle und problematische Themenstellungen. Ein Runder Tisch wird oft eingesetzt als symbolische Sitzordnung einer Konferenz zur Bewältigung von Krisen, in der Vertreter verschiedener Institutionen gleichberechtigt, d. h. ohne Hierarchiestufen oder Vorsitzenden, einen von allen Seiten anerkannten Kompromiss finden wollen(11).

Zukunftskonferenz. Entwicklung lokaler oder regionaler Zukunftsperspektiven und Maßnahmen zur Umsetzung; Sie besteht aus einer größeren, heterogenen Gruppe (ca. 64 Teilnehmer), die aus unterschiedlichen Bereichen kommen. Diese sollen innerhalb von drei Tagen einen Konsens über die lokalen Eckpfeiler einer wünschenswerten Zukunft erarbeiten(12).

Zukunftswerkstätte. Entwicklung von Zukunftsideen und Maßnahmen zur Umsetzung Die Zukunftswerkstatt ist eine Methode, die Phantasie anzuregen, um mit neuen Ideen Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu entwickeln. Eine Zukunftswerkstatt eignet sich besonders für Teilnehmer, die wenig Erfahrung mit Prozessen der kreativen Entscheidungsfindung haben, wie beispielsweise Kinder oder Jugendliche. Allerdings bedarf sie einer intensiven Vorbereitung und Betreuung durch geschulte Moderatoren(13).

Bürgerjournalismus. Bürger-Journalismus ist eine Form des Journalismus, bei der Bürger durch eigene Medien am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen können. Die neuen Publikationsmöglichkeiten im Internet, besonders Weblogs, haben zur Verbreitung des Graswurzel-Journalismus beigetragen(14).

E-Partizipation. Eine Beteiligung über Internet umfasst alle internetgestützten Verfahren, die eine Beteiligung von Bürgern am politischen Entscheidungsprozess ermöglichen. Es handelt sich um ein indirekt demokratisches Element der E-Democracy. Als Weiterentwicklung von klassischen Beteiligungsverfahren eröffnet E-Partizipation die Möglichkeit, dass sehr viele Teilnehmer sehr fokussierte Ergebnisse erarbeiten können. Genauso wie bei veranstaltungsorientierten Formaten entscheidet die Auswahl und Konzeption der gemeinsamen Arbeitsabläufe über den Erfolg des Verfahrens(15).

Nötig wurde der Begriff der E-Partizipation, um eine Abgrenzung zum Begriff des E-Governments zu treffen. E-Government umfasst die Optimierung und Modernisierung von Verwaltungsprozessen durch Informations- und Kommunikationstechnologie – die Angebote öffentlicher Dienstleistungen werden online zugänglich gemacht. E-Government sieht den Bürger als Kunde von Regierungsdienstleistungen. Im Gegensatz dazu betont E-Partizipation die Rolle des Bürgers als mündiger Partner bei der politischen Entscheidungsfindung(16).

 

6. Fazit

Zur Umsetzung nicht einer formalen, sondern realen Verwaltung ist eine soziale Kompetenz, oder noch weiter gefasst, eine soziale Reife notwendig. Nach Sigmund Freud ist Reife – Lebenserfahrung, die Fähigkeit zur Weisheit und zur Empathie.

Weisheit bedeutet ein umfassendes Verständnis für Menschen, Dinge, Ereignisse und Situationen zu haben. Als Ergebnisse dessen ist der Mensch im Stande, die optimalen Methoden zu wählen und die gewünschten Ergebnisse – mit einem Minimum an Energie- und Zeitaufwand – zu erzielen. Wie kann eine Gesellschaft weise sein? Der Einzelne schaut auf die Welt nur mit den eigenen Augen, durch das Prisma der eigenen Lebenserfahrung, beeinflusst durch eigenes Wissen und individuelle Vorstellungen.

Eine Gemeinschaft kann jedoch die Welt mit verschiedenen Augen betrachten; basierend auf verschiedene Lebensgeschichten und Ansichten. Die Stärke einer Gemeinschaft besteht darin, dass sie entweder das Wissen, die Lebenserfahrung, die Ansichten eines Individuums ablehnt, oder aber dies kreativ nutzt und die die Vielfalt in sich vereinigt.

 


Fussnoten:

1 vgl. Europäische Kommission, State of European Cities Report – Adding value to the European Urban Audit (Bericht über die Lage europäischer Städte. Mehrwert für das europäische Städteaudits). Brüssel, Mai 2007. 2 Heinze, R. G., Olk, T.: Bürgerengagement in Deutschland – Zum Stand der wissenschaftlichen und politischen Diskussion, in: Heinze, R. G.,Olk, T. (Hrsg.): Bürgerengagement in Deutschland. Bestandsaufnahmen und Perspektiven. Opladen, 2001, 14f. 3 Deutscher Bundestag Bericht der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“. Bürgerschaftliches Engagement: auf dem Weg in eine zukunftsfähige Bürgergesellschaft. Bundestags-Drucksache 2002, 14/8900, S. 86–90. 4 Deutscher Bundestag Bericht der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“. Bürgerschaftliches Engagement: auf dem Weg in eine zukunftsfähige Bürgergesellschaft. Bundestags-Drucksache. 2002, 14/8900:74. 5 Palme Olof zitiert nach: Bürger(innen)beteiligung als Teil der lokalen Demokratie, in: Ley Astrid Ludwig , Praxis Bürgerbeteiligung- Ein Methodenhandbuch, (Arbeitshilfen für Selbsthilfe – und Bürgerinitiativen Nr 30). 1 Auflage, Bonn, 2004. 33 S. 6 Surowiecki J. Die Weisheit der Vielen Warum Gruppen klüger sind als Einzelne. Taschenbuch, Goldmann 2007, 384 S. 7 Surowiecki J, S. 32. 8 Dienel Peter C. Die Planungszelle. Der Bürger als Chance, Wiesbaden, 5. Auflage 2002; Bongardt Horst: Die Planungszelle in Theorie und Anwendung, Stuttgart, 1999. 9 Besemer Christoph: Mediation. Vermittlung in Konflikten. 9. Auflage. Stiftung Gewaltfreies Leben/Werkstatt für Gewaltfreie Aktion. Königsfeld, 2002. 10 Harrison Owen: Open Space Technology, deutsch: Open Space Technology – Ein Leitfaden für die Praxis, Stuttgart, Klett-Cotta, 2001. 11 Thaysen Uwe: Der Runde Tisch. Oder: Wo blieb das Volk?. Opladen, 1990. 12 Burow O.A.: Zukunftskonferenz. In: Pädagogik 10/1996, S. 39-42. 13 Kuhnt Beate, Müllert Norbert R: Moderationsfibel – Zukunftswerkstätten verstehen, anleiten, einsetzen. Neu-Ulm, 2004 (Neuauflage). 14 Wer macht die Medien? Online-Journalismus zwischen Bürgerbeteiligung und Professionalisierung,.München, 2008. 15 Wesselmann, C. Internet und Partizipation in Kommunen – Strategien des optimalen Kommunikations-Mix, 1. Auflage, Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag, 2002. 16 Priddat, B.P: eGovernment/eDemocracy: Eine neue Dimension der Gemeinwohlermittlung in der Politik, in: Bluhm H./Münkler H. (Hrsg.): Gemeinwohl und Gemeinsinn, Berlin: Akademie Verlag, 2002, S. 289-310.


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For quotation purposes:
Vladimir Lazarev: Bürgerschaftliches Engagement im Kontext der „Weisheit von Vielen“ –
In: TRANS. Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften. No. 18/2011.
WWW: http://www.inst.at/trans/18Nr/III-6/lazarev18.htm

Webmeister: Gerald Mach     last change: 2011-07-13